Das alte Jahr ist vergangen und das neue hat vor kurzem gestartet. Zu dieser Jahreszeit gehört auch der schöne Brauch, sich gegenseitig alles Gute für die nächsten 12 Monate zu wünschen. Was früher aufwendig mit Karten oder gar Telefonanrufen geschah, ist heute eine Sache von ein paar Klicks. Greetings at your Fingertips. Alles easy, also?
Früher erhielt ich von guten Freunden zum Jahreswechsel jeweils eine handgeschriebene Grusskarte (und schrieb selber welche); von der Familie gabs in der Regel einen Anruf. Heute - in der modernen Welt der Effizienz - geht das viel einfacher und schneller: einmal texten, und dann per Massenversand x-mal versenden. Damit gewinnt man viel Zeit - z.B. für persönliche Gespräche und ähnlich anachronistisches Sozialverhalten. Weshalb hängen die Leute dann halbe Silvesterabende an ihrem iPhone, Samsung Galaxy, BlackBerry oder was auch immer?
Continue reading “Greetings at your Fingertips”
Wir alle sind abhängig von der modernen Kommunikationstechnologie. Sie soll uns helfen, unseren Job effizienter und einfacher zu erledigen. Aber es gibt Tage, da geschieht gerade das Gegenteil. Und plötzlich wünscht man sich ganz merkwürdige Dinge.
Heute morgen wollte ich meinen neu erworbenen SwissStick, die SuisseID von SwissSign in Betrieb nehmen. Gemäss Beschreibung eine einfache Sache: Einstecken. Transport PIN eingeben. Neuen PIN erfassen. Los geht’s. Eine Wohltat, nachdem der Erwerb des SwissStick trotz grosszügiger Unterstützung von SwissSign ein eher komplexer Prozess war.
Leider verlangt mein SwissStick nicht nach einem Transport PIN, sondern meldet stur “Zertifikat nicht vorhanden”. Auch fast zwei Stunden Support durch die Herstellerfirma ändert nichts daran. Ich habe wohl ein “faules” Exemplar erwischt. Und das muss nun ausgetauscht werden.
Continue reading “Der Wunsch nach Ineffizienz”
Sind Sie auf Facebook vertreten? Twittern Sie? Was ist mit Xing, LinkedIn und Plaxo? Findet man auf Youtube Dinge über Sie? Ja - Sie sind überall vertreten? Gratulation. Dann haben Sie sicher auch keine Probleme wie morgendlicher Kater (vom Ausgang mit Freunden), Zerrungen (Sport), Prellungen (Halfpipe mit dem Sohn) und so weiter. Auch sonst sieht man Sie vermutlich nicht so viel im realen Leben. Aber dafür sind Sie im Netz wer!
Ist dieses Intro zu bösartig? Etwas überspitzt vielleicht. Aber mir geht der Hype ums sogenannte Web 2.0 zunehmend auf den Wecker. Was ist so interessant daran, Hunderte von virtuellen Freunden zu haben, welche man im realen Leben noch nie angetroffen hat? Weshalb sollte ich mein Privatleben mit der ganzen Welt teilen wollen? Was den Wortteil “Privat” ja gerade ad absurdum führt!
Continue reading “Bye bye Web 2.0″
“Geiz ist geil” propagierte vor einiger Zeit eine deutsche Elektronikmarkt-Kette. Dass sie damit heute nicht mehr wirbt, unterstützt meine Theorie. Geiz ist nämlich überhaupt nicht geil. Sondern der Anfang vom Ende einer jeden Kundenbeziehung. Eigene und verbürgte Erlebnisse aus meinem Umfeld zeigen dies sehr deutlich.
Wir sind seit einigen Jahren regelmässige Kunden einer Restaurantkette. Sie kümmert sich besonders gut um unsere Kinder, so dass sich auch die Eltern entspannt dem guten Essen und einem ebensolchen Glas Wein widmen können. Mit Letzterem ist auch gesagt, dass sich besagte Firma nicht mit einem einzelnen, grossen Konsonanten abkürzen lässt …! Continue reading “Geiz ist ungeil”
Seit Anfang Juli, dem Ferienanfang in unserer Gegend, hat sich dieser Blog (also ich) eine kreative Pause gegönnt. Aber jetzt sollten wir langsam wieder in die Hufe kommen. Zu erzählen gäbe es so Vieles. Auch über die Sommerzeit hat mich die Technik (und Anderes) auf Trab gehalten. Aber irgendwie ist es zu heiss.
Da war die Sache mit dem UMTS Modem in Spanien: Zuerst kommt es gar nicht zum Einsatz (ich sage nur: “offenes WLAN”), später dann doch noch. Nach rund einer halben Stunde Surfen (wir haben uns u.a. ein paar Videos angeschaut) der Kontrollblick auf die Statistik: 50 MByte runtergezogen. Was kost’ denn des? Die Swisscom-Website weiss Bescheid: Im Abo inbegriffen sind … 0 MByte. Kosten pro MByte: 3 Franken, ohne World Data Option 14 Franken!! Mit anderen Worten: Wir haben gerade kurz 150 Franken ”versurft” (ohne die WDA wären es 700 gewesen)! Den Rest der Ferien haben wir uns dann keine Videos mehr angesehen …
Continue reading “Operating Temperature Exceeded - System Shutdown”
Als Selbständigerwerbender bin ich auch in den Ferien auf ein Mindestmass an elektronischer Kommunikation angewiesen. Daher beschloss ich, mir ein UMTS-fähiges Modem zu besorgen. “Die kleine, leichte und simple Lösung: Einfach einstecken und lossurfen” versprach die Werbung. Ich hätte es besser wissen müssen.
1. Akt: Besuch im lokalen Swisscom-Shop (Stammleser wissen, dass ich eine gewisse Affinität zu dieser Firma habe) an einem Samstagnachmittag. Der Laden ist voll. Ich ziehe meine Nummer. 282. Die Anzeige zeigt 272. Hmm … Mal abwarten. Nach 10 Minuten zeigt die Anzeige immer noch 272. Ich hoffe für die Swisscom, dass diese Kunden alle ein elend teures Gerät (ein iPhone vielleicht…?) mit einem Fünfjahresvertrag kaufen. Und ziehe ab …
Continue reading “Memories of a Technologically Challenged”
Kürzlich hat mich ein technisch begabter Kollege darauf aufmerksam gemacht, dass mein Auto über zwei SD-Card-Slots verfügt, welche MP3-Files abspielen können. Das sei ganz einfach. Lieber Giovanni, es ist NIE einfach, wenn ICH so etwas mache!
Trotzdem liess mir die Sache natürlich keine Ruhe. Denn die Sommerferien und damit zwei lange Autofahrten sind - zum Glück! (also die Ferien, nicht die Fahrten) - nicht mehr weit. Und da ich beim Autokauf sportliches Fahrverhalten über Kofferraumvolumen stellte (gegen ein angemessenes Entgelt verrate ich auch, wie ich das meiner Frau verkauft habe …), ist das Mitführen meiner CD-Sammlung keine wirkliche Option. Obwohl ich inzwischen vermutlich Weltmeister im Kofferraum-Origami bin. Aber das ist eine andere Geschichte.
Continue reading “Musik und rationierte Unterwäsche”
Mittagesssen mit einem ehemaligen Mitstudenten. Aus heiterem Himmel spricht er von einem Unternehmensberater, welchen ich bei nächster Gelegenheit unbedingt kennenlernen müsse. Eigentlich eine Floskel. Schon viele Male gehört. Aber hier sorgen die Beteiligten dafür, dass es anders kommt. Mit überraschendem Ergebnis.
Meine bisherigen beruflichen und nebenberuflichen Aktivitäten haben mich mit einer riesigen Zahl von Leuten in Kontakt gebracht. Viele von ihnen sind interessante Persönlichkeiten. Weil es Spass macht, sich mit solchen Leuten zu unterhalten, versuche ich mein Netzwerk aktiv zu pflegen. Als Familienvater nutze ich dafür v.a. die Mittagszeit. Und bei einem solchen Mittagessen - wir sprachen gerade über meine neu gegründete Firma hpcpartners - meint mein Gesprächspartner plötzlich: “Wenn ich dich so höre - du musst unbedingt F.I.* kennenlernen. Ihr und eure Firmen würden super harmonieren.”
Nix für ungut, aber diesen Satz habe ich (nicht von dieser Person) schon einige Male gehört. Normalerweise passiert anschliessend …. Continue reading “Planlos in Zürich”
Vor einigen Tagen bin ich vom BlackBerry Bold auf den Storm umgestiegen. Meine Erwartungen an dieses ultimative Kommunikationswerkzeug waren hoch. “Press and Be Impressed” hatte der Hersteller versprochen - und sein Versprechen gehalten. Allerdings etwas anders als erwartet. Und dann wäre da noch die Sache mit dem Namen …
Bis vor kurzem war ich einigermassen glücklicher Besitzer eines BlackBerry Bold. Dann bot mir Swisscom einen funkelnagelneuen BlackBerry Storm an. Einfach so. (Damit sich das beim nächsten Modell möglichst wiederholt, hier nochmals der Name der Spenderfirma zum Mitschreiben: S-w-i-s-s-c-o-m. Muss ich sonst noch was sagen, Adrian?)
Continue reading “Der ZenBerry”
Nicht nur in der IT laufen Dinge schief. Auch im richtigen Leben. Was gut gemeint ist, muss nicht zwingend gut enden. Und wer die goldene Lösung anstrebt, sollte vielleicht erst die aktuellen Edelmetallpreise checken.
Es waren einmal zwei Nachbarn, deren Grundstücke waren durch einen Zaun und ein Tor getrennt. Dieses Tor stand zwar nicht auf der Grenze, sondern rund einen halben Meter auf dem Grundstück des einen Nachbarn. Da es ein massives, im Boden einbetoniertes Tor aus Eisen war (welche Hunnenhorden damit hätten aufgehalten werden sollen, lässt sich heute nicht mehr eruieren), wäre eine Umplatzierung an seinen richtigen Ort “unsinnig teuer” gewesen. Darüber war sich alle einig. Also vereinbarte man gutnachbarschaftlich, das Tor bis zu einem Austausch in ferner Zukunft an seinem Platz zu belassen. Die “goldene Lösung”? Absolut - sehr golden sogar.
Continue reading “Das goldene Tor”